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LICHTraum Donaukanal Öff 1
LICHTraum Donaukanal, Wien 1
techn. Leitung und Projektabwicklung MA33-Wien Leuchtet
Lichtplanung podpod design
Bauherr Stadt Wien, MA29-Brückenbau und Grundbau
Fertigstellung 2008
In den letzten Jahren wurde das Potential des Donaukanales als innerstädtisches Erholungs- und Freizeitgebiet erkannt und weiterentwickelt. Als Teil des urbanen Raumes Wiens trägt die Zone entlang dem Wasser wesentlich zur Lebensqualität bei. Sowohl gastronomische Angebote als auch verschiedene Freizeitangebote ziehen immer mehr Publikum aus allen Altersgruppen an. Die Stadt koordiniert die weitere Entwicklung des Donaukanales als Naherholungsgebiet, als Kulturraum und als äußerst lebendigen Stadtteil für die WienerInnen und deren Besucher. Deshalb wurde die technische Infrastruktur verbessert und in Zusammenarbeit den Magistratsabteilungen MA 29 – Brückenbau und Grundbau, der MA 33 – Wien Leuchtet, der Städtebaudirektion und der MA 19 – Stadtgestaltung mit dem Lichtplanungsbüro podpod design ein Beleuchtungskonzept geschaffen, das am Wasser stimmungsvolle Lichträume bildet, in denen sich die Besucher auch in der Nacht wohl fühlen und gerne bewegen.
Foto © MA33/Gerhard Dully
LICHTraum Donaukanal Öff 2
Der Treppelweg – leuchtendes Band im Herzen Wiens
Durchgehender Leitfaden entlang des Kanals ist die Erhellung der raumbildenden vertikalen Steinmauern, die für Wiens repräsentative Architektur Otto Wagners stehen. An den rythmisch wiederkehrenden Mauerpfeilern wurden gut ausgeblendete Strahler Neos von Schréder montiert. Dadurch wird die Struktur der Mauer betont, gleichzeitig eine angenehme Gehwegbeleuchtung geschaffen und das Streulicht in den Himmel minimiert.
Diese Lichtebene durchwirkt quasi die einzelnen Brückenbeleuchtungen. In den breiteren Bereichen der Uferpromenade sind zusätzlich Lichtmaste montiert, deren Design mit den Strahlern abgestimmt ist.
Es wurden Metallhalogen-Leuchtmittel mit warmweißer Lichtfarbe und guter Farbwiedergabe verwendet, wodurch das Bedürfnis der Menschen, die Umwelt in ihrer Farbigkeit zu erleben gewährleistet wird und gleichzeitig die Störung der Insekten auf ein Minimum reduziert werden konnte.
Foto © MA33/Gerhard Dully
LICHTraum Donaukanal Öff 3
Das Team Beleuchtung Treppelweg
Bauherr Stadt Wien unter Stadtrat Rudi Schicker
Lichtkonzept podpod design
Ausführungsplanung novaplan und MA 33
technische Leitung und Projektabwicklung MA 33 – Wien Leuchtet
Elektroinstallation Siemens
Leuchtenhersteller Schreder
Abbildung © podpod design
LICHTraum Donaukanal Öff 4
Zum Roten Turm
Die Schwedenbrücke wurde 1954-55 nach den Entwürfen von F. Leonhardt als erste Spannbetonbrücke Wiens erbaut und hat eine Länge von 78,8 Metern und eine Breite von 27,3 Metern. Sie befindet sich an der geschichtsträchtigen Stelle der ´Slachpruck´, der ersten dauerhaften Brücke über den sogenannten ´Wiener Arm´der Donau, die vom ´Roten Turm´in den Unteren Werd, die heutige Leopoldstadt, führte.
In Erinnerung an den ´Roten Turm´wurden die Seitenflächen nach dem neuen Lichtkonzept von podpod design mit dunkelrotem Licht betont. Weithin sichtbar hat die Schwedenbrücke eine neue Identität mit einem einprägsamen Wiedererkennungswert bekommen. Dieses nächtliche Landmark hilft, sich entlang der Uferpromenade besser zu orientieren und das Bewußtsein für die historische Entwicklung der Stadt zu schärfen.
Errichtung Brückenbeleuchtung 2008
Gesamtanschlussleistung 1,05 kW
Foto © MA33/Gerhard Dully
LICHTraum Donaukanal Öff 5
Technische Details Schwedenbrücke
Die schematische Gegenüberstellung zeigt, dass bei der alte Beleuchtung der Großteil des Lichts auf den Donaukanal gestreut wurde, was den Eindruck erweckte, dass das Wasser braun ist. Durch die neue LED-Beleuchtung mit gerichtetem Licht, das auf den Randbalken fokusiert ist, wird störendes Streulicht vermieden. Dies bringt die Brücke magisch zum Leuchten und ermöglichte eine Energieeinsparung von 50% gegenüber der alten Anlage.
Abbildung © podpod design
LICHTraum Donaukanal Öff 6
Das Team Brückenbeleuchtung
Bauherr MA 29 – Brückenbau und Grundbau
Lichtplanung podpod design
technische Leitung und Projektabwicklung MA 33 – Wien Leuchtet
Elektroinstallation YIT Gebäudetechnik
Leuchtenhersteller LDDE
LICHTraum Donaukanal Öff 7
Das goldene Salz
Die Salztorbrücke, erbaut 1960-61 nach Entwürfen von H. Wycital, hat eine Länge von 90,6 Metern und eine Breite von 18,5 Metern. Benannt ist sie nach demSalztor, dem ältesten Stadttor der Wiener Stadtmauer.
Im Zuge des neuen Lichtkonzeptes von podpod design wurden die Seitenflächen der Salztorbrücke in goldgelbes Licht getaucht, das den einstigen Wert und die Bedeutung des Salzes in Erinnerung rufen soll.
Um eine unauffällige Montage am Randbalken zu ermöglichen, wurden die speziell für die Brückenmontage entwicketen linearen LED-Leuchten in minimaler Baugröße gefertigt. Das farbige Licht ist so auf die Seitenflächen der Brücke gerichtet, dass Streulicht auf das Wasser und die Gehwegflächen vermieden wird. Ducrh die neue LED-Technologie mit ihrer langen Lebensdauer von etwa 50.000 Stunden konnten gegenüber der alten Brückenbeleuchtung aus dem jahr 1969 61% Energie gespart und die laufenden Wartungskosten reduziert werden.
Errichtung Brückenbeleuchtung 2008
Gesamtanschlussleistung 1,92kW
Foto © MA33/Gerhard Dully
LICHTraum Donaukanal Öff 8
Marias blauer Mantel
Die Marienbrücke, erbaut 1951-53 nach den Entwürfen von K. Jäger, ist 79,8 Meter lang und 24,0 Meter breit. Ihren eindeutigen Wiedererkennungswert hat sie durch die namensgebende Marienstatue, die schon auf der ersten Marienbrücke von 1905 stand und sich seit 1983 wieder auf der heutigen Brücke befindet.
Mit dem neuen Lichtkonzept von podpod design wurden die Seitenflächen der Marienbrücke mit gerichtetem Licht in einem zarten Blau – der Farbe Marias – ausgeleuchtet.
Analog zur Salztorbrücke wurden die LED-Linearleuchten möglichst unauffällig in die Randbalkenkonstruktion eingepasst. Hier konnte durch die neue LED-Technologie sogar 65% an Energie gegenüber der vorherghenden Anstrahlung eingespart werden. Demnächst soll die namensgebende Marienstatue auch auf ihrer Rückseite beleuchtet werden und dadurch auch für die sich stromabwärts bewegenden Betrachter hervorgehoben werden.
Errichtung Brückenbeleuchtung 2008
Gesamtanschlussleistung 1,8 kW
Foto © MA33/Gerhard Dully
LICHTraum Donaukanal Öff 9
Vier Finger tragen das Band
Die Rossauer Brücke, in den 80-er Jahren vom Ingenieurbüro Alfred Pauser erbaut, hat von ihrer Konstruktion her eine dynamische und gleichzeitig sehr klare, reduzierte Form. Das durch- schnittlich 1,3 Meter dicke und 26 Meter breite, in Längs- und Querrichtung vorgespannte Tragwerk, ermöglicht weitestgehende Auflösung des Unterbaus und konzentrierte Lastabtragung. Zwischen den zwei tischartigen Vollplatten auf 4-strebigen Stützkonstruktionen ist ein Fertigteilbereich eingehängt.
Wie eine moderne Skulptur verbindet die Roßauerbrücke den 9. und den 2. Bezirk. Wie von Fingern getragen erscheint nun die Fahrbahn als leuchtendes Band. Diese beiden gestalterischen Elemente – die Stützelemente und das darüberliegende Band – unterscheiden sich in der Nacht durch ihre Lichtfarbe. Das Band ist als eigenes dynamisches Ele- ment zu betrachten, auf dem die Bewegung stattfindet. Die schmalen Seitenflächen werden mit speziell für die Brücken entwickelten gerichteten LED-Linearleuchten in Multichip Technologie beleuchtet. Die fingergleiche Tragkonstrukton wird von oben mit farbigem LED-Licht gestreift und hebt sich in ihrer Lichtfarbigkeit ab.
Errichtung Brückenbeleuchtung 2010
Gesamtanschlussleistung 3,8 kW
Foto © MA33/Gerhard Dully
![podpod design ] light space object [](http://podpoddesign.at/wp-content/themes/Gravity/resources/images/logo.png)